Baum des Jahres 2003Schwarzerle |
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Baumportrait Die Schwarzerle
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Als Pionierart ist die Schwarzerle - der Begleiter - unserer Flüsse, Bäche, Gräben, feuchten Niederungen und Moore. Sie kommt in ganz Deutschland vor. Der Baum meist "mehrstämmig" verlangt allerdings nährstoffreiche, nasse und kalkarme Böden. Nach dem 1. langsamen Lebensjahr setzt ein ca. 20 jähriges starkes Längen- und Breitenwachstum ein. Erst nach weiteren 5 Jahren kommt es zur Ausbildung einer Krone. Die Schwarzerle zählt neben einigen Weidenarten zu den einzigen Bäumen die auch eine mehrmonatige Überflutung überstehen. Dadurch ist sie als besonders wertvoll im Rahmen des Gewässerschutzes - der ja gerade in der letzten Zeit negative Berühmtheit erlangte- einzustufen. Der Baum zeichnet sich auch noch durch eine ganz besondere Eigenschaft aus: Im Wurzelbereich geht die Erle mit Mikroorganismen (endotrophe Mykorrhiza) eine besondere Symbiose ein. Sie bilden Wurzelknöllchen und diese stellen dem Baum Luftstickstoff zur Verfügung. Aufgrund dieser Lebensgemeinschaft ist die Erle in der Lage auch Standtorte zu besiedeln die nicht besonders nährstoffreich sind. |
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Standort und Verbreitung Um eine maximale Wuchshöhe von 30m und ein Alter von 120 Jahren zu erreichen, benötigt die Schwarzerle humusreichen, nährstoffhaltigen und das ganze Jahr stagnierend durchnässte oder durchsickerte Böden, viel Licht und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Saure Moorböden oder kalkhaltige und flachgründige Böden werden nur schlecht ertragen. Unter den Erlen ist sie in der kollinen Stufe der wichtigste Baum entlang von Bächen und Flüssen, in nassen Bruchwäldern und Ufergehölzen. Bonsaitauglichkeit Durch den besonderen Wachstums-Rhythmus (wie oben erwähnt) ist die Schwarzerle für Bonsai nur recht schwer zugestalten. Besonders ist auf eine gute Versorgung der Schnittstellen zu achten. Wie bei allen Birkengewächsen neigt auch die Schwarzerle zum Trockenfallen ganzer Astpartien. Auf Grund der Blattgröße sind natürlich die größeren Größenverhältnisse, also 70 - 120 cm anzustreben. Besenform, freiaufrechte Form und Mehrfachstamm sind die dem natürlichen Habitus am nächsten kommenden Gestaltungsformen. Die Bonsai-art schreibt: Schwarzerlen pflegen heißt, mit der Gießkanne auf Du und Du sein. Quellen: |