Bäume des JahresDie Rosskastanie 2005 |
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Baumportrait Rosskastanie Aesculus hippocastanum L.
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Einer der beliebtesten und bekanntesten Straßen- und Alleebäume wurde dieses Jahr durch das Kuratorium zum "Baum des Jahres" gewählt. Bereits Kinder nutzen die Früchte zum basteln und spielen. Man spricht davon, dass sie "Viermal" im Jahr Freude bereitet: Im Winter mit ihren großen Knospen, im April beim Erscheinen der großen gefingerten Blätter, im Wonnemonat Mai mit ihrem orchideenhaften Blütenmeer und im Herbst mit den großen glänzenden Samen, den Kastanien. In der Jugend ist die Rinde grau-glatt bis grau-braun, im Alter wird sie grob-rissig. Das Holz ist schwach rötlich und von mattem Glanz. Gerade in der jüngsten Zeit wird es gern als Parkett, eben wegen seines schönen Bildes, verwendet. Von April bis Mai entfalten sich die stark klebrigen Knospen zu 10 - 30 cm langen Laubblätter. Nach der Laubentfaltung beginnen die aufrechten, vielblütigen Rispen heranzuwachsen. Sie wachsen dabei bis zu 30 cm aus. Die Blüten sind meist zwittrig. Es gibt viel mehr Interessantes von der
Rosskastanie zu berichten. Sie sollte nicht mit der Edelkastanie (Castanea
sativa Mill.) die auf dem Weihnachtsmarkt als „heiße Maroni“
verkauft wird, verwechselt werden. |
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Standort und Verbreitung Ursprüngliches Verbreitungsgebiet sind die Berg- und Schluchtwälder des Balkans. Erst 1557 brachten die Türken die Rosskastanie nach Konstantinopel. 1569 gelangte sie dann über Italien nach Frankreich (1615) und 1629 nach England. Nach Nordamerika gelangte die Kastanie erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Wie schon oben erwähnt, ist die Rosskastanie mit
fast jedem Standort zufrieden. Leider kämpft der Baum mit einem
Schädling der ihn zwar nicht direkt umbringt - der Miniermotte.
Mitte der 80er Jahre wurde in Mazedonien ein bis zu diesem Zeitpunkt
unbekannter Kleinschmetterling, später als Miniermotte bezeichnet,
entdeckt. Seine Larven leben in den Blättern der Kastanie. Anfang
der 90er Jahre gab es erste Berichte über das Auftreten der
Schmetterlinge in Deutschland. Inzwischen haben sich die Schädlinge
deutschlandweit ausgebreitet und fressen sich genüsslich durch das
Laub. Heute gilt der Larvenfraß als Hauptursache für vorzeitige
Blattverfärbungen und Blattabfall bei der Kastanie. Die wirksamste
und umweltfreundlichste Methode ist nach wie vor, das herab
gefallene Laub schnellstens abzutransportieren oder es vor Ort mit
Sand oder Gras abzudecken. So verhindert man, dass sich die
Motteneier zu Larvenweiterentwickelten. Quellen: |