Bäume des JahresHainbuche |
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Baumportrait Die Hainbuche Carpinus betulus L.
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Die Hainbuche kennt man als Waldbaum, meist als Zwischenstand im Mischwald. Noch eher findet man Sie als an Waldrändern. Die Hainbuche ist zwar ein Baum, der im Hain wächst, aber sie keine Buche. Sie gehört vielmehr in die Gruppe der Birkengewächse. Häufig kennt man sie als Parkbaum, wo sie freistehend wunderschöne Exemplare ausbildet, die von unten her schon beastet sind. Häufig wird sie auch als Heckenpflanze benutzt, weil sie sich durch ihre sehr gute Schnittverträglichkeit auszeichnet. Ein „hanebüchener“ Geselle ist so hart und klotzig wie das Hainbuchenholz. Es ist das schwerste und härteste einheimische Holz und wurde von Drechslern, Tischlern und Werkzeugmachern gegehrt. Viele Verwendungsmöglichkeiten wie Dreschflegel, Windmühlenfügel oder Butterfässer sind überholt, aber für Webschützen und Hülsen der Textilindustrie oder für den Klavierbau ist es auch heute noch unentbehrlich. Die Hainbuche ist einhäusig. Im Mai erscheinen auf einem Baum zusammen die blassgrünen bis rötlichen männlichen Kätzchen und die weiblichen grünen mit roten Narben. Der Wind besorgt die Bestäubung. Die Früchte sind kleine gerippte Nüsschen, gleich mit drei Samenflügeln ausgestattet, die zu 8 Paaren an den Zweigen hängen. Wiederum ist es der Wind, der die geflügelten Samen oft kilometerweit trägt. Laut Cäsar und Tacitus bauten bereits germanische Volksstämme meterdicke , ineinander verstrickte „Gehäge“ aus Hagehölzern, sogenannte Landwehren, als Schutz vor Angreifern. Besonders zurzeit des „Dreißigjährigen Krieges“ spielten solche Wehrhecken eine große Rolle.
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Standort und Verbreitung Sie ist absolut anspruchslos an ihren Standort und wenn sie erst einmal eingewachsen ist, kann sie sehr alt werden (bis 100 Jahre – Im Vergleich die relativ kurzlebige Birke – gleiche Gattung). In ihrer Heimat Europa (östlichste Verbreitung Nordpersien ist die Hainbuche ein Baum der Ebene und des Hügellandes, wo sie nur bis auf 900 Meter steigt. Man trifft sie zwar auch auf ärmeren Böden an, für guten Wuchs braucht sie allerdings frische, tiefgründige Erde. Bonsaitauglichkeit Die Hainbuche ist wohl eine der dankbarsten heimischen Arten, die als Bonsai gepflegt werden. Durch seine gute Schnittverträglichkeit sind sowohl Baumschulpflanzen zu empfehlen als auch Yamadori. Selbst drastische Gestaltungsmaßnahmen werden gut vertragen. Nach dem ersten Blattaustrieb ist ein Blattrückschnitt (auch partiell) zu empfehlen. Quellen: |