> Bonsaiarbeitskreis Weserbergland - Baeume des Jahres - Ebersche
Bäume des Jahres
Eberesche

Baumportrait

Die Eberesche
(Baum des Jahres 1997)

Sorbus aucuparia L.
Rosengewächse (Rosaceae)


Höhe: 5 bis 20 Meter buschartig oder Baum
Alter:  bis 120 Jahre

 

Eberesche - Baum des Jahres 1997

 

Die Eberesche ist ein winterkahler Laubbaum mit einer Wuchshöhe von max. 20m - oft wächst er auch strauchförmig. Als Pionierart auf trockenen oder mäßig feuchten, meist nährstoffreichen Lehm- oder Steinböden ist dieser lichtliebende Baum in ganz Europa verbreitet von der Ebene bis in fast 2000m Höhe. Nahe Verwandte der Eberesche sind die Mehlbeere, die Elsbeere und der Speierling.

Die Früchte der Eberesche wurden früher zum Vogelfang verwendet, deshalb der Name aucuparia (avis = Vogel, capere = fangen). Der Name Eberesche existiert seit dem 16. Jahrhundert. Die Vorsilbe "eber" geht auf das Wort "aber" zurück und bedeutet falsch, also falsche Esche. Die vielblütigen, weißgelben Doldenrispen verbreiten im Juni einen spezifischen, eher unangenehmen Geruch (nach Trimethylamin fischartig), welche der Pflanze den Namen "Stinkesche" eingetragen hat, die Bienen jedoch nicht abhält. Diese Blüten, wie auch die orangeroten Beeren zur Fruchtreife, verleihen der Eberesche den Schmuckcharakter.

Der Eberesche wurden früher magische zauberabwehrende Wirkungen zugesprochen. In der Walpurgisnacht oder am 1. Mai ist das Vieh mit Ebereschenzweigen "bequitscht" (gepeitscht) worden unter Ausrufung von Segenssprüchen. Von dieser Tätigkeit mag die Bezeichnung "Quitschbeere" stammen. Die Eberesche hat zahlreiche weitere esoterische und magische Bedeutungen.

 

Eberesche - Fruchtstand

Eberesche - Blattoberseite

Eberesche im Herbst

Eberesche - Blüte

Standort und Verbreitung

Ebereschen gelten als anspruchslos und anpassungsfähig. Viele Arten gedeihen sogar sehr gut im trockenen, warmen Stadtklima. Ideal sind sonnige Standorte mit nahrhaftem, tiefgründigem Boden. Anspruchslos und frosthart steigt sie bis auf 2000m hoch. Sie findet mit ihren weitläufigen und flachen Wurzeln in den meisten Böden halt.

Bonsaitauglichkeit

Wie beim Speierling, In der Bonsaiszene wird dieser Baum meines Wissens nicht kultiviert. Ich meine, es ist den Versuch wert, schon aufgrund der schönen Früchte und des attraktiven Laubwerks. Quitte und Zierquitte werden ja schließlich auch kultiviert.

Quellen:
Mythos Baum - Doris Laudert/BLV
Bäume u. Sträucher - Godet/Weltbild Verlag


Top zurück

|| Home | News | über uns | Events | Galerie | Bäume | Termine |
|Links | Forum | Gästebuch | AwardClose ||