> Bonsaiarbeitskreis Weserbergland - Baeume des Jahres - Buche
Bäume des Jahres
Buche

Baumportrait

Die Buche (Rotbuche)
(Baum des Jahres 1990)


Fagus sylvatica L.
Buchengewächse (Fagacae)

Höhe: bis zu 45 Meter

 

 

Buche - Baum des Jahres 1990

Mit ca. 120 Jahren erreicht die Buche eine Höhe von 25 – 30 Meter. Im Alter von bis zu 300 Jahren erreicht hat sie die maximale Wuchshöhe von 45 Metern erreicht. Sie kann dann einen Durchmesser von ungefähr 1,5 Metern erreichen.

Buchenholz wird vor allem in der Möbel- und Bauschreinerei – für die Herstellung von Stühlen, Tischen, Furnieren, Leisten, Kanten, Küchengeräten, Spielwaren, Treppen und Werkbänken benutzt. Aber auch Sperrholz und Eisenbahnschwellen (bis Jahre haltbar) werden aus diesem Holz hergestellt.

Die Stärke der Buche liegt in ihrer Schattenverträglichkeit. Mit einem sechzigstel des vollen Tageslichtes kann sie noch gedeihen. Die Bodenvegetation hat sich auf den besonderen Zyklus eingestellt. Die Frühlingsgeophyten wachsen wie im Zeitraffertempo bis zum Abschluss des Blattwachstums der Buchen. Hier sind das Leberblümchen, Veilchen, Buschwindröschen, Lungenkraut und Primeln auf das Licht im Frühjahr angewiesen. Mit zunehmender Beschattung ziehen sich die Frühblüher in die Krautschicht des Waldbodens zurück. 

Gleichzeitig mit dem Laubaustrieb zeigen sich im Mai an den neuen Trieben männliche und weibliche Blütenstände. Im Spätherbst fallen aus den Bechern der weiblichen Blütenstände die dreikantigen Buchsamen (Bucheckern) heraus. Diese werden gern von Wildschweinen, Eichenhörnchen und Mäusen verspeist. Lassen diese Tiere die zu viel eingesammelten Früchte liegen, so leisten sie einen Beitrag zur Verbreitung der Rotbuche. 

 

Buche - männliche Blüte

Buche - weibliche Blüte

Buche - Blattoberseite

Standort und Verbreitung

Von den Buchen werden kalkreiche, frische, lockere, gut durchlüftete Böden und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt. Bemieden werden Untergründe mit Staunässe. Da die Bäume gegen Winterkälte, Spätfröste, Dürre und Hitze sehr empfindlich sind, fehlen sie in Gegenden mit kontinentalen Klimaten, aber auch im Norden und niederschlagsarmen Regionen.

Bavariabuche im Herbst

Bonsaitauglichkeit

Buchen wachsen als Bonsai sehr langsam. Deshalb sollte man sich für ziemlich starke Pflanzen als Yamadori entscheiden. Dafür wird man bei guter, jahrelanger Pflege mit dem Ergebnis reich belohnt. In den Wildverbisszonen und an extremen Standorten findet man immer sehr schöne Exemplare. Sie sollte wegen der Blattproportionen nicht zu klein sein.

Quellen:
Mythos Baum - Doris Laudert/BLV
Bäume u. Sträucher - Godet/Weltbild Verlag


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